Landesgartenschau/ Stadtwald in Schweinfurt 2026

Bürgerentscheid/ Ratsentscheid am 20. Januar 2019

Wir sagen:


Nein: 
zur Landesgartenschau 2026 in Schweinfurt


Nein: 
zum Stadtwald Schweinfurt 


Ja: 
für die sofortige und gezielte Erweiterung der Carus-Allee 

Die relevanten Fakten in komprimierter Form

Online-Diskussion vom 17.01.2019

Schweinfurt braucht weder eine Landesgartenschau (LGS) noch einen Stadtwald. Beides steht der notwendigen Entwicklung der Stadt in den letzten verbliebenen Baugebieten entgegen.

Der Vorschlag der SPD Schweinfurt ist stattdessen, eine gezielte Erweiterung der Carus-Allee vorzunehmen und dies bereits jetzt und nicht erst im Jahre 2026. In das Projekt der 600 m langen und bis zu 34m breiten Carus-Allee wird in den nächsten Jahren bereits sechs Millionen Euro investiert. Der Siegerentwurf des Wettbewerbs sieht eine landschaftlich strukturierte, hainartige Allee vor. Eine Ansammlung freier Baumindividuen soll die streng ordnende Struktur einer Allee neuordnen. Damit wäre dem Musikerviertel sofort mit einem attraktiven Naherholungsgebiet geholfen.


Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten bei der Durchführung der LGS oder der Schaffung eines Stadtwaldes

Die Gebietsreform 1972 hat der Stadt keine Eingemeindungen gebracht und dementsprechend ist das Stadtgebiet fast voll bebaut. An nennenswerten Entwicklungsmöglichkeiten gibt es lediglich noch die Baugebiete „Mönchskutte“, „Pfannäcker“ und das nun umstrittene Konversionsgelände, das Ledward-Barracks und Kesslerfields teilweise abdeckt.

Die Landesgartenschau würde 30 Jahre lang, somit bis 2056, eine Erweiterung von Bebauungsmöglichkeiten blockieren. Niemand kann sagen, ob wir nicht bald Erweiterungsmöglichkeiten im Bereich I-Campus, im Bereich angegliederter Forschungseinrichtungen, für Ausgründungen und start ups oder für studentisches Wohnen benötigen. Hier geht es auch um die Standortsicherung für unsere Stadt! 


Immenses finanzielles Risiko für die Stadt

Die veranschlagten Kosten von heute rund 24 Millionen Euro sind nicht seriös kalkuliert. Allein bei einer sehr zurückhaltend gerechneten Preissteigerung von jährlich 2 Prozent ergäbe sich bis zur Bebauung eine Steigerung von ca. 16 Prozent. Das sind 3,84 Millionen Euro. Der eingeplante Zuschuss von 5 Millionen Euro, der unverändert bleibt, wird damit bereits zu mehr als drei Viertel durch Verteuerungen verbraucht. Zudem sind die vielen „Trittsteine“, mit der die Bewerbung der Stadt zur Landesgartenschau verschönt wurde, in der Preiskalkulation mit keinem einzigen Euro enthalten. Es droht hier tatsächlich ein Millionengrab.  


Der Stadtwald ist ein entwicklungspolitisches Hindernis

Die Stadt Schweinfurt verfügt auf städtischem Gebiet bereits über eine überdurchschnittlich hohe Waldfläche. Die „grüne Lunge“ der Stadt hat derzeit eine Fläche von 1850 ha. Der städtische Wald ist zu über 80 % als Erholungswald und zu 75 % als Wasserschutzwald ausgewiesen. Bei dem nun zur Debatte stehenden „Stadtwald handelt es sich um eine Fläche von 7 ha und nicht mehr. Es ist nicht nachvollziehbar, dass gerade auf einer der letzten Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt ein „Wäldchen“ entsteht - bei allem Verständnis für das Umweltanliegen der Initiatoren, die nun den Begriff „Stadtwald“ bereits relativieren möchten.

Viel wichtiger ist, unserer Meinung nach, eine intensivere Begrünung der Schweinfurter Straßen und Plätze, die wir mit der SPD-Stadtratsfraktion bereits durch mehrere Anträge seit Jahren verfolgen. Dies ist eine umweltpolitisch effektivere Maßnahme, die zudem der Innenstadtbelegung beiträgt.

Fazit: 


Richtig ist es vielmehr, Raum für Stadtentwicklung zu erhalten, der bei Bedarf die Ansiedlung FH naher Forschungseinrichtungen, Ausgründungen, studentisches Wohnen, echtes Campusleben ermöglicht. Mit der erweiterten Carusallee schaffen wir zusätzlich einen Naherholungsbereich für das Musikerviertel. Dies kann bereits jetzt und nicht erst 2026 in Angriff genommen werden.

Die SPD ruft deshalb die Bürgerinnen und Bürger Schweinfurts auf, zweimal mit NEIN zu stimmen und damit einer kostenverträglichen sofortigen Entwicklung des Konversionsgeländes den Weg zu öffnen.



Informationstermine der SPD Schweinfurt zum Thema

12.01.2019 | 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr |
Infostand – Schelmsrasen

15.01.2019 | 19:30 Uhr |
Veranstaltung im Feuerwehrhaus Oberndorf

17.01.2019 | 20:00 Uhr | 
Online-Livediskussion auf erfrischend-denken.de

19.01.2019 | 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr |
Infostand – Innenstadt 


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